Netzwerkkamera

Kameras fürs Netzwerk. Tricks, Tipps und Hilfe

Diese Seite ist veraltet und dient nurnoch zu Archivzwecken. Wenn ihr gute Artikel und Testberichte sucht kann ich euch folgende Seite über Überwachungskameras empfehlen: www.wlan-kamera.info
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ort findet ihr viele ausführliche Testberichte und aktuelle Informationen.

Technische Fachbegriffe bei Netzwerkkameras

netzwerkkamera technik

Vor dem Kauf einer Netzwerkkamera sollte man sich über die technischen Begriffe und was dahinter steckt informieren. Dieser Artikel listet die einzelnen Techniken und Begriffe und erklärt sie.

Kabel und Anschluss

LAN

LAN steht für "Local Area Network". Damit ist hier meist das Heimnetzwerk gemeint an das eine Netzwerkkamera im normalfall angeschlossen wird.

 

LAN-Kabel/RJ-45

RJ-45/LAN-LKabel ist die Bezeichnung für normale Netzwerkkabel mit welcher Netzwerkkameras, Router oder PC verbunden werden.

Homeplug

Homeplug ist eine Technik die es ermöglicht sich über die Steckdose ein Netzwerk anzuschließen. Das ist besonders dann sehr praktisch wenn in einem Zimmer kein Netzwerkkabel vorhanden. Denn das verlegen von Netzwerkkabeln ist eine menge Arbeit

Power over Ethernet/POE

Power over Ethernet oder auch POE bedeutet das ein Gerät über das Netzwerkkabel mit Strom versorgt werden kann. In der Regel haben Netzwerkkameras dies nicht da sie doch mehr Strom benötigen als ein LAN Kabel liefern könnte.

Homeplug Beispiele

Funktionen

Weboberfläche per Browser

Zur Steuerung von Netzwerkkameras gibt es zwei Möglichkeiten, Weboberflächen oder Software auf dem PC. Eine Weboberfläche ist sehr praktisch wenn man von Außerhalb z.B. aus dem Büro auf die Netzwerkkamera zugreifen will. Software die lokal installiert ist erlaubt einen Zugriff von Außen nur selten.

Nachtsicht/Infrarot LED

Damit eine Kamera bei Nacht brauchbare Aufnahmen machen kann setzen so gut wie alle Hersteller Infrarot LEDs/IR LED ein.

FTP Server upload Funktion

Es gibt manche Kameras die die Funktion besitzen, Bilder oder Videos direkt auf einen FTP zu laden. FTP steht für "File Transfer Protokoll" einem Protokoll zum übetragen von Daten. Einen FTP Server hat nicht jeder und in der Regel kostet er 1-5 Euro im Monat und kann bei einem Webhoste gemietet werden. Nützlich kann der FTP upload sein, wenn die Bilder der Kamera im Internet veröffentlicht werden sollen. Dies kennt man von einigen Seiten wo ein Hotel z.B. den Strand im Internet anzeigt oder ähnliches. In der Regel natürlich ohne Menschen (Privatsphäre).

Pan, Tilt ,Zoom kurz PTZ

Manche Netzwerkkameras kann man interaktiv über eine Oberfläche steuern. Für die Überwachung ist dies besonders nützlich. Pan, Tilt und Zoom steht für Schwenken, Neigen, hereinzoomen. Wer ein statisches Objekt wie seine Gartenhütte oder den Wandsafe überwachen will der benötigt nicht zwingend PTZ.

Technik/Sonstiges

¼“ CCD

CCD ist ein elektronisches Bauelement das Bilder aufnehmen kann und meist in kompakten Kameras, so auch in Netzwerkkameras zum Einsatz kommt. 1/4 gibt hier die Größe in Zoll an.

LUX Wert

LUX ist eine SI Einheit der Beleuchtungsstärke. Bei Netzwerkameras gibt der LUX Wert an wie Lichtempfindlich die Kamera ist. J kleiner dieser Wer ist, umso Lichtempfindlicher ist die Kamera.

ActiveX

Active X ist eine proprietär Technik von Microsoft und kommt im Internet Explorer zum Einsatz. In anderen Browsern ist Active X nicht verfügbar (Firefox, Chrome, Safari etc.). Oft wird Active X für Steuerungsfunktionen über eine Weboberfläche verwendet. 

Universal Plug and Play kurz UPNP

Eine Technik die dem Benutzer entgegenkommt. Sie ermöglicht die Ansteuerung von Geräten über ein IP-Netzwerk. In unserem fall ist das die Netzwerkkamera die am Router angeschlossen ist. Wer weitere Technische Informationen sucht kann diese auf Wikipedia finden: http://de.wikipedia.org/wiki/Upnp

Bewegungserkennung (Motion Detection)

Die Bewegungserkennung ist eine besonders wichtige Funktion bei der Überwachung von Objekten. Es lassen sich hier Bereiche im Bild definieren die einen Alarm auslösen. Bricht also jemand ein, löst er den Alarm aus. Meist erlauben Netzwerkkameras auch den Versandt von Bildern per Email. So kann man in Sekunden prüfen ob es sich um einen Fehlalarm handelt oder nicht. Bei guten Kameras ist die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung auch noch regulierbar.

Protokolle HTTP, TCP/IP,  DDNS, SMTP/POP3/IMAP, DHCP, FTP

Protokolle bzw. Transportprotokolle sind Vereinbarungen wie Daten übetragen werden. Ich will hier kurz einige Protokolle erwähnen und kurz erklären.

HTTP: "Hypertext Transfer Protocol" wird dafür eingesetzt Webseiten über einen Browser zu laden. Bei Netzwerkkameras wird so ein Webinterface zur Steuerung über den Browser geladen.

TCP/IP: Familie von Netzwerkprotokollen. In der Regel ist das ein Standard mit dem so gut wie jeder PC arbeitet.

DDNS: "Dynamic DNS". Wird oder wurde schon erklärt.

SMTP/POP/IMAP: Protokolle zur Übetragung und das Senden von Emails.

DHCP: "Dynamic Host Control Protocol". Es ermöglicht die Zuweisung einer automatischen IP an unsere Netzwerkkamera.

FTP: "File Transfer Protocol". Wurde oder wird noch genauer erklärt.

DNS und Dynamic DNS (DDNS)

DNS steht für "Domain Name System" und ist dazu da IPs so aufzulösen das sie auch über Namen erreicht werden können. Jeder Rechner hat eine Nummer (IP) doch die kann man sich nur schwer merken, also wurde DNS entwickelt damit man sich nur Namen wie google.de oder ebay.de merken muss und nicht die dazugehörigen nummern. Wenn wir unsere Netzwerkkamera von außerhalb Ansprechen wollen haben wir zwei Probleme. Erstens müssten wir uns die IP merken und diese wechselt bei normalen Anschlüssen auch noch alle 24 Stunden. Doch dafür gibt es eine Lösung. Die sogenannten DynDNS Dienste. Hier kann man sich eine eigene Adresse einrichten z.B. mikeys.zapato.de und diese kann man sich auch gut merken. Es gibt einige DynDNS Dienste:

  1. http://cms.selfhost.de/cgi-bin/selfhost
  2. http://www.noip.com/
  3. https://www.myfritz.net/login.xhtml
  4. http://www.dnsexit.com/
  5. http://www.dyns.cx/

​Ich persönlich nutze http://www.noip.com und bin zufrieden.

Video

3GP (Mobile Video)

3GP ist ein Datei bzw. Videoformat das speziell für Mobile Geräte, meist Smartphones entwickelt wurde. Wer also ein Handy/Smartphone besitzt das nur 3GP unterstützt des sollte auf 3GP unterstützung achten. Einige Hersteller bieten jedoch extra Apps für Smartphones an um die Kamera zu steuern.  

Frames per Second (FPS)

Frames per Second bedeutet übersetzt Bilder pro Sekunde und wird öfters mit FPS oder BPS abgekürzt. Wir Menschen empfinden Bilder mit 24 FPS als flüssig. Hat die Videoaufnahme weniger FPS dann empfinden wir es als stockend.

Komprimierung bzw. Kompression des Videos

Es gibt verschiedene Kompressions- und Videoformate. Komprimierte Videos belegen weniger platz, je besser die Kompression. Bei zu starker Kompression leidet jedoch auch die Bildqualität. Meist wird als MPEG oder AVI aufgezeichnet. Die Kompression bzw. das Format spielt in der Regel keine wichtige Rolle für den normalen Benutzer.  

Objektiv

Blende

Die Blende ist ein Wert der die Öffnung des Verschlusses des Objektives, welcher das Licht einlässt, angibt. Je kleiner der Wert desto mehr Licht kann ins Objektiv eindringen. F2 = viel Licht, F10 = wenig Licht.

Brennweite

Die Brennweite gibt den Bildwinkel an. Je größer die Brennweite je kleiner der Winkel und umso "näher" erscheint ein Objekt. 300mm sind quasi ein Fernglas. Bei Netzwerkkameras haben wir jedoch geringe Brennweiten, d.h. einen großen Blickwinkel. Ein 3,7 mm Objektiv an einem 1/4 CCD Sensor sind um die 160° Grad Bildwinkel.

Fokus

Die meisten Netzwerkkameras haben einen fixen Fokus. Das Bedeutet das man die Schärfe nicht manuell auf bestimmte Objekte legen kann. Es wird allerdings meist mit CCD Chips und einer hohen Blende gearbeitet, so das das ganze Bild scharf ist. Webcams und Kompaktkameras(Schnappschussfunktion) nutzen das

Zoom/Digitalzoom

Hier ist eines sehr wichtig. Es muss zwischen echtem Zoom und digitalem Zoom unterschieden werden. Digitalzoom ist in meinen Augen nutzlos. Beim digitalzoom wird einfach der Bildauschnitt vergrößert und dadurch auch qualitativ schlechter. Echter Zoom ändert die Brennweite des Objektivs und erhält so volle Bildqualität.

 

Nun sind sie für den Kauf informiert und müsste alle Technischen Funktionen und Begriffe verstehen.

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